Unser erstes Frisbeebuch und ein paar große Standartscheiben bekam ich Februar 2009 zum Geburtstag geschenkt. Hope war zu dem Zeitpunkt 1,5 Jahre und wir hatten schon zuvor eine Frisbeeshow auf einem Hundeevent bestaunen dürfen. Ich war sehr beindruckt von den ganzen Sprüngen, den Tricks und der Dynamik der Teams. Ich hatte sowas zuvor noch nie gesehen.

Und dann stand ich nun da, fast noch im Winter, mit Buch und Scheiben und dem kleinen Terrier, der sehr gerne apportierte und spielte.

Wir übten ein paar Roller nach Buch und gleichzeitig das Fangen von Leckerchen, Bällchen und Frisbeescheiben. Hopes Art die Roller zu fangen war drauftreten und die liegende Scheibe zurückbringen, sie hatte unglaublich viel Spaß dabei :D

Auch das Fangen von Gegenständen oder Leckerchen funktionierte nicht. Alles in allem kein grandioser Start, aber Hope und ich sind sehr ausdauernd und solange Hope Spaß daran hatte, übten wir mit den verschiedensten Übungen weiter, bis es tatsächlich ungefähr 1 Jahr später klappte, und wir mit kleinen Würfen beginnen konnten. Und von da an konnten wir richtig spielen.Ich war sehr ungeübt und habe auch kein Talent an der Scheibe, jeder Wurf wird mühevoll geübt, aber nach und nach wurde es besser. Nach meinem Studium zogen wir wieder nach Köln, Hope war zu dem Zeitpunkt 3,5 Jahre alt. Ich fand eine Frisbeegruppe direkt in Köln, in der man gemeinsam Frisbeespielen und Trainieren konnte. So hatten wir eine Gruppe gefunden, in der hauptsächlich ich regelmäßig trainieren konnte.

Irgendwann kam dann das erste Turnier. Es war sehr aufregend und so blieben wir auch dabei. Hope ist mittlerweile 9 Jahre jung und liebt das Frisbeespielen immer noch. Wir gehen immer noch fleißig auf Turniere, trainieren regelmäßig und Hope hat sich mächtig entwickelt. Sie kennt sehr viele Tricks, Bewegungen und Sprünge. Beim Fangen tut sie sich immer noch schwer und ich muss sehr genau bei ihr werfen, aber es funktioniert.

Vor 4 Jahren, 2012, kam mein 2. Hund. Ein Border Collie, von dem ich schon lange geträumt hatte. An die Schafe sollte dieser und ein toller Begleiter werden. Tja, das habe ich leider nicht vorher mit Rufus ausgemacht. Rufus war schwieriger, als andere Hunde, auch nicht Border Collie typisch. Ich würde den Artikel sprengen, wenn ich hier ausholen würde. Wir haben viel durchgemacht, von arbeiten war gar nicht mehr die Rede, an die Schafe konnten wir nicht.

 Als Rufus knapp 2 Jahre alt war, versuchte ich mit Hopes kleinen Scheiben, ob er denn Spaß am Frisbee spielen hat und ich war sehr erstaunt, dass dieser Hund direkt so gespielt hat, als ob er vorher schon ausgebildet worden wäre. Unglaublich, es lag ihm scheinbar im Blut. Hopes Scheiben waren nach der kurzen Session durchlöchert, so dass Rufus extra stabile Frisbees bekam und wir von da an regelmäßiger trainiert haben. Nach nur 2 Monaten durfte er auf einem Turnier starten, auf das ich sowieso mit Hope gefahren wäre.

 Rufus hat einfach so viel Spaß dabei, ist mit Körper und Geist voll dabei. Ich freue mich sehr, so einen tollen Spielpartner an meiner Seite zu haben. Meine beiden haben mir unendlich viel beigebracht und mittlerweile gebe ich auch mein Wissen weiter. Ich hätte nie gedacht, dass aus dem Buch, den paar Scheiben und dem kleinen Terrier mit unwissendem Frauchen mal so etwas entstehen wird. Eine echte Leidenschaft mit Erfolg, von dem ich nicht mal gewagt hätte zu träumen.

 

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© Carmen Schmid