Am 4.5.17 zog unser kleiner Dylan bei uns ein und nun ist er ein lustiger Junghund geworden, deswegen kann ich jetzt über seine Zeit als Welpe berichten.

Es ist nicht leicht einen Puli aus Deutschland zu bekommen, weil die Rasse sehr selten ist und die Wartelisten teils lang sind. Noch dazu bin ich sehr wählerisch mit meiner Züchterwahl und auch die Eltern müssen mir gefallen. So war es für mich eine Weile nicht klar, ob ich einen Puliwelpen aus diesem Wurf bekommen würde.Aus dem Ausland bekommt man Pulis sehr unkompliziert und viel günstiger, aber das war keine Option für mich, da es dort nur wenige sehr gute Züchter gibt bei denen die Welpen liebevoll im Haus aufwachsen dürfen.

Ich hatte eine ganz tolle Züchterin gefunden und irgendwann war klar, dass ich einen kleinen Puli haben darf und freute mich schon sehr auf den kleinen Kerl.

Die Welpen wurden in der Nacht des 28.2.17 in Altenmarkt an der Alz in der Nähe des schönen Chiemsees geboren und in der Früh bekam ich von einer Freundin gleich das erste Bild zugeschickt. Ich sah zum ersten Mal die kleinen Welpen und war sehr glücklich, denn ein großer Traum ging für mich in Erfüllung.

Es waren zwei Rüden dabei und ich durfte mir als erstes einen der beiden aussuchen. Einer war schwarz und der andere ganz weiß. Da ich schon einen Pulirüden habe, musste ich dieses Mal mehr mit dem Kopf aussuchen, um einen idealen Zweithund zu meinem Benji dazu suchen.

Als die Welpen eine Woche alt waren und ich gerade aus beruflichen Gründen in der Gegend war, da durfte ich die beiden das erste Mal in der Hand halten. Dylan schlief sehr zufrieden in meiner Hand ein und ab dem Zeitpunkt war er schon mein heimlicher Favorit.

Ich durfte und konnte die Welpen sehr oft besuchen und beobachten, denn ich verstehe mich sehr gut mit der Züchterin und die Welpen waren nur 1,5 Stunden Fahrzeit entfernt. Die Pulimutter Fritzi lernte mich schnell lieben, weil ich ihr immer eine leckere Wiener mitbrachte. ;-)

Die Welpen wurden immer größer und zeigten immer mehr Charakter. Ich überlegte immer wieder, welchen Welpen sich Benji aussuchen würde und welcher zu uns allen und unserem Leben am besten passen würde. Benji durfte die Welpen erst später mitbesuchen, weil sie dafür einfach zu klein waren.

Wir entschieden uns für den kleinen weißen Pulirüden, weil er am ausgeglichensten und ruhigsten war. Dylan war sehr groß und gemütlich, so bekam er gleich seinen ersten Spitznamen: Specki :-) 

Es stellte sich heraus, dass Dylan die richtige Wahl war, als Benji die Welpen kennenlernte. Er war sehr genervt von dem wuseligen schwarzen Bruder.
Ich durfte mit den Welpen bei der Züchterin viel spielen und sogar eine erste Trainingseinheit mit ihnen machen. Sie lernten alle "Sitz" und waren sehr talentiert.

Die Zeit verging sehr schnell und der langersehnte Tag kam, an dem ich Dylan abholen durfte.
Benji erzog Dylan anfangs sehr streng und stellte klare Regeln auf, an die sich Dylan halten musste. Futterdiebstahl oder an seinen Haaren ziehen waren streng verboten und Dylan lies es sehr schnell sein. Dylan durfte sich schon nach wenigen Tagen zu Benji schlafen legen und sie wurden immer mehr zu einem Team.

Dylan war ein sehr braver und fröhlicher Welpe. Er hat nie etwas zerstört und fand sehr schnell eine große Begeisterung am regelmäßigen Training. Tricks lernte er sehr schnell und war von Anfang an sehr motiviert, aber am meisten musste er für den Alltag lernen, damit er ein gut erzogener und sozialisierter Puli wird.
So  ein Welpe ist etwas wirklich schönes, aber sie können auch anstrengend sein ;-)

Die Stubenreinheit und andere Verhaltensregeln müssen gelernt werden und es gibt Dinge die ein Welpe gar nicht lustig findet, wie an der Leine laufen zu müssen oder zu lernen alleine zu bleiben.
Ich wusste was ich mir für eine Rasse geholt habe und da muss man an bestimmten "Problemen" arbeiten, wie der Versuch in die Waden zu zwicken oder das Bellen einzuschränken. Der Sturkopf der Pulis ist ebenfalls eine Herausforderung, da sie gerne selbstständig denken. Aber das haben wir alles schnell in den Griff bekommen.

Ich habe viel Zeit damit verbracht Dylan zu sozialisieren, damit er mal ein lieber und selbstsicherer Puli wird. Er brachte schon sehr gute Grundvoraussetzungen mit und man merkte die gute Vorarbeit der Züchterin immer wieder. Er lernte verschiedene Hunde, Tiere, Menschen, Orte, Geräusche usw. kennen und ging sehr souverän damit um. Wir lebten unser normales Leben und er war einfach dabei. Momentan fällt mir nicht mal etwas ein, dass den kleinen Kerl stresst oder vor dem er Angst hat. Er hatte in seinem Leben noch keine schlechten Erfahrungen gemacht und erkundet die Welt sehr neugierig und voller Freude.

Eines Tages soll er wie Benji mal ein Sport-Puli werden und mit mir durch den Ring tanzen. Den Fokus im Training lege ich ganz klar auf Motivation und Freude, da dies bei einem selbstständig denkenden Hund sehr wichtig ist. Durch Benji habe ich gelernt, dass Pulis nur mitmachen, wenn es ihnen wirklich gefällt und dann sind sie wirklich toll.
Tricks kann Dylan nicht wirklich viele und sie sind auch nicht anspruchsvoll. Viele Tricks sind für Welpen und Junghunde ungeeignet, weil sie noch nicht ausgewachsen sind und ihnen die Muskeln dafür fehlen. Für Tricks hat er später noch alle Zeit der Welt.

Wenn er 7 Monate alt ist, dann wird er zum ersten Mal in der Fun-Klasse starten und lernen, dass es im Ring sehr viel Spaß macht. Ich bin mir jetzt schon sicher, dass er das sehr gut machen wird bei seinem ersten Start, weil er bei einem kleinen Auftritt schon gezeigt hat wie gut und gerne er tanzt.
Es fühlt sich so leicht an mit ihm und seine Fröhlichkeit steckt alle an.
Er ist ein kleiner Sonnenschein-Puli.

Ich freue mich jetzt schon auf die Zeit die auf uns zukommt und hoffe er ist in der Pubertät gnädig mit mir ;-)

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© Carmen Schmid